Rechtschreibregeln

Ableitungen

Ein wichtiges Prinzip der Orthografie ist die weitgehende Konstanz in der Stammschreibung. Wortstämme werden möglichst gleich geschrieben. Hieraus folgt, dass man die Schreibung von Wörtern grundsätzlich von der Schreibung verwandter Wörter ableiten kann.

ä von a, äu von au

Man schreibt ä, wenn es eine Grundform mit a gibt und man schreibt äu, wenn es eine Grundform mit au gibt. Man kann die Schreibweisen also von den Grundformen ableiten.

älter, ängstlich, ärmer, Bäcker, Bäume, fährt, fällt, fängt, gefährlich, hält, Hände, Häuser, jährlich, kälter, kämmen, kämpfen, kräftig, länger, läuft, Mäuse, Räder, Sträucher, trägt, träumen, Wände, Wärme, Wäsche, zählen, Zähne

In wenigen Wörtern schreibt man allerdings ä oder äu, obwohl man die Schreibweisen nicht von a oder au ableiten kann. Solche Ausnahmen müssen einzeln gelernt werden.

Beispiele: Ärger, Bär, März, Käfer, Märchen, spät, während

Wort verlängern

In großen Teilen des deutschen Sprachgebietes tritt bei den Konsonanten b, d, g im Auslaut eine lautliche Verhärtung ein. Aus dem weichen b wird ein hartes p (gelb, Korb, lieb), aus dem weichen d ein hartes t (Hand, fremd, Bild), aus dem weichen g ein hartes k (Berg, richtig, Zug). Steht der verhärtete Konsonant am Wortende, kann die Schreibung aus der Aussprache erweiterter Formen abgeleitet werden.

Beispiele: gelb – ein gelbes Papier, eine Hand – zwei Hände, richtig – eine richtige Lösung.

Band, Beitrag, eilig, Gewand, grub, günstig, Kalb, Korb, mild, Mitglied, neblig, Schmied, schob, stieg, sprang, trug, Werkzeug, winzig, zornig, Zweig